„Im Kleinen zu wirken, kann helfen,
Großes herzvorzubringen”

Hier möchten wir Ihnen unser Blühwiesenprojekt ausführlich vorstellen.

Wir werden zwei unabhängige Flächen für dieses Projekt nutzen.

Die erste Fläche befindet sich unmittelbar in der Nähe unseres Betriebsgrundstückes. Dadurch hat unser Imker des Vertrauens die Möglichkeit, seine Bienenvölker geschützt aufzustellen. Das Feldstück hat eine Größe von ca. 3 ha. Die Größe der Blühwiesenfläche richtet sich nach der Anzahl der Patenschaften. Auf der verbleibenden Fläche werden wir eine andere Kultur anbauen.

Das zweite vorgesehene Feld befindet sich in einer Entfernung von ca. 2 km zum Hof. Wir haben hier gezielt eine Fläche ausgesucht, welches an einen Wald grenzt und nicht in unmittelbarer Nähe einer Ortschaft liegt. Wir erhoffen uns dadurch, ganz gezielt einen Lebensraum für Wildbienen zu schaffen und ihnen die Konkurrenz der Imkervölker zu nehmen. Dieses Stück umfasst eine Größe von ca. 7 ha, welche wir in Abhängigkeit von den Blühwiesenpatenschaften mit Wildblumen bestellen werden. Auf der verbleibenden, nicht durch Patenschaften gebundenen Fläche, werden wir auch hier im Frühjahr 2020 eine andere Kultur anbauen.

Sie können im Rahmen der Blühwiesenpatenschaft zwischen der Wildbienenfläche, der Imkerfläche oder einer Aufteilung zu je 50% wählen.

Wir werden die Felder, welche im Rahmen der Blühwiesenpatenschaften angelegt werden, zusätzlich zu den von Brüssel vorgeschriebenen 5% Greeningmaßnahmen mit einer Blühwiesenmischung bestellen. Für diese Flächen verzichten wir gezielt auf die Aussaat von Feldfrüchten, wie z.B. Getreide und Mais.

Wir weisen darauf hin, dass unsere Betriebsberaterin im Mai 2020/2021 im Rahmen der Erstellung des EU-Flächenantrages dies überprüfen und mit einem Schreiben bestätigen wird. Dieses Dokument werden wir Ihnen dann  zukommen lassen.

Auf der für die Blühwiesenpatenschaft vorgesehenen Fläche in Hofnähe haben wir im Juli Zwischenfrüchte ausgedrillt. Diese reichern den Boden mit Stickstoff an, dienen dem Humusaufbau und fördern unter anderem das Bodenleben.

Entsprechend der guten fachlichen Praxis werden wir vor dem Ausdrillen der Blühmischung mit effektiven Mikroorganismen (EM`s) angereicherten Stallmist ausbringen. Die EM`s fördern das Bodenleben und sorgen für eine hohe Wasserspeicherkapazität. Dies ist für uns besonders wichtig, da in unserer Region das Wasser oft ein begrenzender Faktor ist.

Im Frühjahr 2020 (je nach Wetterlage im März oder April) wird das Blühwiesensaatgut in die Erde gebracht. Wir werden zwei verschiedene Saatgutmischungen mit je 30 verschiedenen Pflanzen ausbringen. Uns ist eine Sortenvielfalt wichtig.

Entsprechend, je nach Notwendigkeit werden wir im Herbst des ersten Jahres entscheiden, ob wir einen Schröpfschnitt durchführen oder nicht. Das werden wir vom Pflanzenbestand abhängig machen. Dieser Schröpfschnitt dient entsprechend der guten fachlichen Praxis, zur Bestockung des Pflanzenbestandes. Sollte es, je nach Witterungslage, notwendig werden, würden wir bei Bedarf im Frühjahr 2021 noch einmal Saat nachdrillen, um sicher zu gehen, dass auch im zweiten Jahr ein stabiler Pflanzenbestand vorhanden ist.

Natürlich ist es selbstredend, dass wir auf Pflanzenschutzmaßnahmen und dem Einsatz von mineralischem Dünger verzichten.

Mit herzlichen Grüßen
Constanze und Jochen Thomsen